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Wörter sind Archive des Lebens. Sich an die Wörter zu halten, an das Wort zu halten, ist immer auch eine Haltung zur Welt … In den Wörtern … wohnen Gedächt- nisse.
So beginnt MARICA BODROŽIĆ ihren Text »DIE LUFT DER WÖRTER« im neuen »ANSCHLAG

Es ist ein Text, der uns zum Nach- denken bringt, uns in Erinnerung ruft, wie wichtig die Sprache und ihre Wörter ist. Wir brauchen sie um uns selbst, andere, unsere Erin- nerungen und Gedanken zu defi- nieren. Niemand kann dies besser verdeutlichen als BODROŽIĆ.

Nur sie erzählt mit solch träumer- ischen, weichen Wortgeschöpfen und trifft mit ihnen dennoch stets mitten in die Realität. Jedes Wort, jedes Bild ist genau platziert in dem fein gewebten Erzählteppich. Sie hat die Macht der deutschen Sprache entdeckt und zeigt mit jedem ihrer Werke ihre große Liebe zu ihr.

Bodrožić stammt ursprünglich aus dem heutigen Kroatien. 1983 kam sie nach Deutschland. Für ihre literarischen Arbeiten erhielt sie zahlreiche Preise und Stipendien. Bekannt geworden ist sie vor allem durch Werke wie »TITO IST TOT« oder »DER SPIELER DER INNEREN STUNDE«.

© miranda leonhardt
Autor_redaktion Datum_01.03.2010 Kommentare_Lesen [1] Beitrag_Kommentieren
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IHR LIEBT DEN UN-SINN, DIE PHANTASIEWELTEN UND GLITZERND BUNTE GESCHICHTEN. EURE KÖPFE SIND NOCH FREI VON REGELN UND NORMEN! IHR SEID DIE WAHREN KREATIVEN! Aber wie können wir, die Erwachsenen, diese Phantasie und Kreativität wieder erreichen. Beim Erwachsenwerden haben die meisten von uns die spielerische Unbefangenheit verloren. Oft wünschen wir sie uns zurück. Aber wir haben in vergangenen Lebensjahren viel dazu gelernt: Regeln und Handwerk. Kümmern uns um Verpflichtungen. Sehen die Dinge mit anderen Augen.
Längst haben wir vergessen wie großartig die kleinen Dinge um uns herum sein können. Für uns sind sie gewöhnlich und bekannt. Wenn wir nur frei von all dem wären und wieder so kreativ wie ein Kind sein könnten… Picasso sagte er habe sein »ganzes Leben dafür gebraucht, um kindlich zeichnen zu lernen.« Selbst wenn wir nicht das kindliche Zeichnen, sondern das kreative, unsinnige, kindliche Rumspinnen anstreben zeigt es doch wie schwer es ist, wieder zu den Anfängen zurück zu kehren. Doch es ist nicht unmöglich. Wenn wir stets versuchen den Blick für das Besondere zu wahren,
versuchen die Dinge mit einer ungebremsten Neugier zu betrachten und mit unseren Texten spielerisch umzugehen, können wir vielleicht noch heute so viele glitzernd bunte Geschichten erzählen, wie sie in den Köpfen der kleinen Kreativen wachsen. Dieser Beitrag ist Teil der Redaktionsarbeit der nächsten ANSCHLAG-Ausgabe. Du findest diesen Beitrag interessant und möchtest einen ausführlichen Artikel dazu schreiben? >>ARTIKEL/INFO/MATERIAL EINSENDEN
xochil ist eine der bekanntesten deutschen slammerinnen. Sie berührt ihrer zuhörer mit femininen, erotischen aber auch romantischen texten auf eine ganz eigene weise.
Aber auch sie hat sich von den Poetry-Bühnen abgewandt und neue Projekte gestartet. Seit April 2009 gibt es ihr Album perlenkind zu kaufen. 13 ihrer Texte wurden hier für mit Musik unterlegt. Ein span- nendes Verhältnis von Stimme und
Klängen, von Rhythmik und Melodie entsteht. Eine Textperformance, die uns zu den Anfängen der Sprech- poesie zurückbringt. Wieso das so ist und wie sich der Poetry Slam gewandelt hat, steht im nächsten ANSCHLAG [ab 9.3. bei sdl]
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